Veranstaltungsrückschau

Über 200 Leute haben gestern den Werkvortrag von Peter Pichler Architecture im Prechtsaal an der TU Wien verfolgt. Viel positive Resonanz gab es für die von ihm präsentierten Projekte, die sich durch Reduktion auf das Wesentliche auszeichnen: Schlichtheit & Neuinterpretation bekannter Formen sowie Verwendung lokaler Materialien. Gerne lässt sich Peter Pichler, der sein erstes Praktikum bei Zaha Hadid absolvierte, auch von der Kunst inspirieren. Im Anschluss zeigte uns Martin Mackowitz seine aus kollektiver Praxis hervorgegangenen Projekte, die sich stark durch einen partizipativen und sozialen Charakter auszeichnen. Im Anschluss gab es bei Würstchen, Brezen und Bier genügend Gelegenheiten, sich mit den beiden nochmal auszutauschen. Vielen Dank dem Team von LandLuft für diese Kooperation!

Peter Pichler Architecture, Milano

Martin Mackowitz ma_ma, Feldkirch

„Authentizität durch Reduktion“

Peter Pichler (*1982 in Bozen), hat Architektur an der Universität für angewandte Kunst in Wien und an der Universität in Kalifornien studiert. Er arbeitete für Rem Koolhaas, DMAA und Zaha Hadid bevor er 2015, gemeinsam mit seiner Frau Silvana Ordinas, „Peter Pichler Architecture“ in Mailand gründete. Wesentlich für die Architektur von Peter Pichler ist deren enger Bezug zu Ort und Geschichte. Seine zeitgenössischen Interpretationen traditioneller Baukunst setzt er mit neuen Technologien und Materialien um. So finden sich im Future Space Pavillon (Mailand 2018) die Proportionen des umgebenden Renaissancehofes der Ca' Granda wieder. Bei der Renovierung des Boutique-Hotels Schgaguler (Kastelruth, 2018) setzte Peter Pichler auf die Schlichtheit und Reduktion alpiner Ästhetik und erreichte damit Authentizität und Behaglichkeit. Und die moderne Berghütte Oberholz in Obereggen entwickelte er 2016 mit Pavol Mikolajcak aus der traditionellen Giebelhausstruktur zu einer dem Standort gerechten aber zeitgemäßen Holzskulptur. So entstehen durch Wertschätzung und Neuinterpretation regionaler Bautraditionen zukunftsweisende Projekte.

„Vorhandenes neu entdecken“

Der jungen Vorarlberger Martin Mackowitz (*1984) gründetet 2016 den „Werkraum für interaktive Baukunst ma_ma“ in Feldkirch. Er stärkt durch seine Interventionen mit großem, sozialem Engagement das Zusammenleben an sogenannten „dritten Orten“. Er lässt das Vorhandene neu entdecken, schafft dadurch neue Angebote und weiß über die Schönheit von Bachbetten zu berichten.

Im Rahmen der Landluft-Universität an der TU-Wien diskutieren wir über zeitgemäßes Bauen in ländlichen Regionen, sowie über jene Strategien und Prozesse, die zu neuen Impulsen führen.

im Prechtlsaal TU Wien
Karlsplatz 13, 1040 Wien

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