Das war der Architekturfrühling 2018

Wie jedes Jahr brachten Eternit und Velux auch diesmal zwei international renommierte Architekturbüros nach Wien, die im Rahmen der Veranstaltung „Architekturfrühling“ spannende Einblicke in ihre Architekturpraxis gewährten.

Und wie immer waren diese Vorträge inspirierend und beeindruckten durch die Offenheit für neue Entwicklungen, Vielfalt an Tätigkeitsfeldern und Exzellenz der gezeigten Projekte. Angelika Kovacic, eine gebürtige Kärntnerin, ist Partnerin bei Foster + Partner in London und leitet derzeit das Projekt des neuen Flughafens in Mexiko City, das eine neue Dimension des Flughafenbaues bzw. der Flughafenorganisation darstellt. Die neue Arte der Tragstruktur überspannt enorme Weiten und ermöglichst so den barrierefreien Durchfluss tausender Passgiere. Gleichzeitig wurde dem Thema Tageslicht ein hoher Stellenwert eingeräumt, um neben der großen Energieersparnis vor allem eine  menschliche und warme Atmosphäre zu ermöglichen. Das Wohlfühlen der Passagiere stand hier im Vordergrund. Parallel dazu wurde ein eigens Geschäftsmodell entwickelt um die organische Dachstruktur für die solare Energiegewinnung nutzen zu können. Somit wir das künftig größte PV-Kraftwerk Mexikos die energetische Selbstversorgung dieses Megaflughafens gewährleisten. Das Thema Tageslicht und Tageslichtführung war auch ein bestimmendes Element in den anderen Projekten, ob es sich um Museen, Spacehangars oder um das Headquarter von Apple handelte.
 
Ebenso wie Fr. Kovacic in London fährt auch Jakob Stromann-Anderson, Partner beim renommierten dänischen Architekturbüro Henning Larsen Architects, mit dem Fahrrad in die Arbeit. Es ist ausgebildeter Ingenieur und begann seine Karriere bei Henning Larsen mit seiner Doktorarbeit um später die Forschungs- und Innovationsabteilung zu übernehmen. Spannend waren hier beispielsweise die Untersuchungen welche Auswirkungen das Tageslicht ebenso sowie das Kunstlicht auf unser Verhalten in Gebäuden hat. So wurde eine Klasse einer dänischen Schule mit neunen Fensteröffnungen in unterschiedlichen Formaten und Höhen ausgestattet und statt der gleichmäßigen Ausleuchtung mit Balkenleuchten nur wenige, aber intensive Lichtspots über den Gruppenarbeitstischen installiert. Interessanter weise wurde dadurch nicht nur die Konzentrationsfähigkeit der Kinder gesteigert sondern gleichzeitig auch der Lärmpegel in der Klasse um immerhin 7 dB reduziert. Auch die Untersuchung zweier Bibliotheken aus unterschiedlichen Baujahren brachte die Erkenntnis, dass die Verweildauer und der Wohlfühlfaktor der BesucherInnen in jenem Gebäude, das abwechslungsreiche Lichtsituationen zwischen sehr hellen Tageslichtspots von oben und dunkleren Rückzugsecken bot, wesentlich höher war, als in jenem Gebäude, dass sich bemühte eine möglichst gleichmäßige Belichtung von oben zu ermöglichen.
 
Beiden vortragenden Büros gemeinsam waren die interdisziplinäre Arbeitsweise, der hohe Stellenwert der Tageslichtplanung, sowie das Selbstverständnis sich permanent an neuersten Entwicklungen aktiv zu beteiligen. Das einte die Vortragenden auch mit den Gastgebern, denn sowohl Roger Probst von Eternit als auch  Michael Walter von Velux boten an ihr große Knowhow sowie das internationale Netzwerk beider Unternehmen den österreichischen Architekturschaffenden zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam mit den PlanerInnen zukunftsfähige Gebäude zu entwickeln, in denen sich die Menschen auch wohl fühlen. Das war dann auch das Thema des informellen Austauschs bei Drinks und tollem Buffet, der bis spät in die Nacht dauerte.

Die nächsten Gelegenheiten mit den beiden Unternehmen in Kontakt zu kommen sind:

Eternit zeigt im Rahmen der Design Days vom 11. bis 13. Mai 2018 in Schloss Grafenegg unter dem Motto „Design braucht einen Rahmen“ faszinierende Designwelten: DesignDays

Und Velux bieten im Rahmen von „ReThink Daylight“ einen spannenden Workshop am 27. Juni in Wien, bei welchem ArchitektInnen vom internationalen Knowhow profitieren und anhand ihre eigenen Projekte lernen und diese optimieren können: ReThink Daylight