Mascha Veech-KosmatschofMascha Veech-Kosmatschof
Stuart VeechStuart Veech

 

veech.media.architecture

Architektur in progress veranstaltet bereits seit 5 Jahren Architekturvorträge mit „innovativen“, frischen Büros. Diesmal wollte Volker Dienst es anders: Interdisziplinär in entspannter Atmosphäre mit diskussionsfreudigerem Publikum. So fielen die Besucher in aufgeblasene Reifen und konnte im „smart space“ (von one) dem Vortrag von veech.media.architecture lauschen.

Veech.media.architeture haben sich 1993 in Wien gegründet. Das kosmopolitische Gründerpaar Stuart Veech (*Chicago) und Mascha Veech-Kosmatschof (*Moskau), bilden den Kern der Gruppe, die sich immer wieder mit Designern oder Künstlern ergänzt. Ihre Projekte kennt man im Bildschirmformat, denn als Designer des ORF Nachrichtenstudios erscheint ihre Architektur täglich auf dem Flimmerkasten. Auch die, bereits abgesetzten, „Kunststücke“ und die Sendung „Schauplätze Der Zukunft“ wurden von ihnen gestaltet.

Medienarchitektur ist „eine große Chance für Architekten“, wie Stuart Veech bei seinem Vortag meinte, der Raum ist so inszenierbar, dass der Zuschauer bei jeder jeder Kameraeinstellung und Lichtveränderung ein anderes Bild bekommt. Diese Manipulierbarkeit auf dem Bildschirm, die dem Rezipienten ausschnittsweise eine Stimmung, einen Raum, vermittelt, mag das verstärkt und komprimiert können, was Architektur im allgemeinen auch vermitteln möchte: ein Gefühl. Veech denken in Themen –oder in speziellen „Enviroments“, wie bei der Sendung „Kunstsstücke“ bei der die Hauptperson der Moderatorin in so strahlendes Licht getaucht wird, dass sich der Raum völlig auflöst und nur noch Moderatorin Schurian im Mittelpunkt steht und praktisch den Raum ersetzt.

Das was alle ihre Projekte, wie auch den Sprachpavillon oder die Ausstellungsgestaltung „Televisions – Kunstsieht fern“ in der Kunsthalle Wien, vereint ist das Thema der „flexibilty“ und „mobility“. Veech selbst nennen es auch „instant architecture“. Diese Unmittelbarkeit funktioniert immer nur temporär, für ein bestimmtes Thema. „Virtuelle“ Architektur, von dem Stuart Veech immer wieder sprach, würde ich diesem Zusammenhang nicht mehr in den Mund nehmen. Es geht nämlich das Gerücht, dass „virtuelle Architektur tot sei“ – und wenn das nicht heißt, dass „Virtuality“ kein Thema mehr ist, sondern wörtlich, erscheinen die virtuellen Enviroments als Bild doch immer lebloser. Vielleicht weil man von ihr verlangt, beweglich, anregend und lebendig zu sein.

Die Ausstellung „Latente Utopien“ in Graz, bei der auch veech.media.architecture beteiligt war, versuchte diese Verspieltheit auszudrücken und wurde beliebig. Den einzelnen Projekten von veech. würde unter dem Aspekt der „Virtualität“ einiges an Kraft verlieren – denn die Architekten haben sich ein Arbeitsfeld erschlossen, das zukünftig nicht nur nicht mehr wegzudenken sein wird, sondern das eine Verantwortung bedeutet, die durchaus von Architekten übernommen werden sollte. Die Atmosphäre, die im „one smart space“ herrschte, beweist, dass man zwar über zwei verschiedene Orte zusammen arbeiten kann – im Gespräch hat man aber dann doch gerne sein Gegenüber griffbereit.  

 

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