Hannes SchieneggerHannes Schienegger
Harald WeberHarald Weber
Helmut Rainer-MarinelloHelmut Rainer-Marinello

 

spado architects

Freude am Spiel. Spado Architects, das sind Helmut Rainer-Marinello und Harald Weber, die 1999 begannen, gemeinsam Architektur zu machen und mittlerweile ihr Büro in St. Veit an der Glan mit sechs bis acht MitarbeiterInnen betreiben.

Da die Aussichten für junge Architekten in Kärnten nicht gerade rosig sind, konzentrierten sie sich anfänglich auf die Architekturvermittlung. Die Lust, mit und über die Mittel der Architektur zu kommunizieren, haben sie bis heute nicht verloren. So initiierten sie letztes Weihnachten den Ersten St. Veiter Lebkuchenhauswettbewerb mit Präsentation, Jury und anschließender Verteilung durch Kinder im Altersheim. „Das Schöne ist das Entwickeln von Architektur, das Spielerische.“ Eine starke Dosis Aufklärung, ein ausgeprägter Sinn fürs Networking und lokale Medienpräsenz, um an die Bevölkerung heranzukommen, geht mit dieser Lust an der Architektur Hand in Hand.

Ob Workshops im Steinhaus von Domenig, dessen Mitarbeiter Rainer-Marinello viele Jahre war oder das Bauen mit Worten bei der Diskussion um Sinn und Zweck eines Jugendzentrums mit Jugendlichen, wobei gemeinsames Lernen und Horizonterweiterung im Vordergrund stehen.

Ihr erstes großes Projekt war 1999 die Gestaltung der Fassade von Funder in St. Veit, deren klare Form sich, je näher man kommt, zunehmend aufzulösen beginnt. Das Angebot, in der Halle Fundernovum eine Ausstellung zu machen, führte zur Entwicklung des Wonderland-Konzepts. Hier startete Wonderland 2002 mit 11 Architekturteams, die alle Kärntner Wurzeln haben.

2004 folgte die Europa-Tournee mit Start in Bratislava, weiter über Prag und Berlin, gastiert jetzt in Amsterdam, wird Paris, Venedig, Zagreb und Ljubjlana absolvieren, um schließlich 2006 wieder in St. Veit sowie zusätzlich in Wien zu landen. In jedem Land stoßen 11 weitere Teams zur Wonderland-Landschaft. Architektur-Networking und Architekturaustausch mit europäischem Format.

Veränderung durch Architektur steht auch bei der seit 2003 erfolgenden Umgestaltung „Ortsmitte Seeuferstraße Annenheim“ im Vordergrund, bei der Parkplatz, Kanzelbahn und See ideell wie funktionell in eine neue Beziehung treten. Die Seniorenwohnanlage in St. Veit mit „betreutem Wohnen“ wird im Mai Baubeginn haben. Die Anlage reagiert auf mehrere Terrassen verteilt auf Hanglage und städtebauliches Umfeld. Der Schritt ins Altersheim ist kein einfacher. Um den Übergang zu erleichtern, können die SeniorInnen ihren eigenen Garten mitnehmen und verpflanzen.

In diesem Sinn sehen sich spado architects als Kämper: für die Erweiterungen der Möglichkeiten von Architektur.

(Artikel von Elke Krasny)

 

Zeltkonstruktion
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