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Eisvogel

Eisvögel vor einem langem Flug

Die junge Architektengruppe Eisvogel hat 20 Mitglieder. Aber die leichte Befürchtung ein Interview mit allen 20 führen zu müssen, war unbegründet. So wie sich „Eisvogel“ in Projektgruppen aufteilt, hat sich auch eine Interviewgruppe formiert.

Den Vortrag am 22. April hingegen bestreiten sie alle gemeinsam. Und das kann spannend werden. Die Masse der Mitglieder übt eine gewisse Faszination aus, selbst in Wien, wo man Gruppenbildungen in Architektenkreisen längst gewohnt sein müsste – und doch scheint gerade durch „Eisvogel“ die Unendlichkeit der Addition repräsentiert. Eine gewisse Verwirrung löst diese mögliche Steigerung aus, zumindest bei mir, bestehen doch auch die Gruppen aus stark definierten Einzelpersonen und öffentlichen Repräsentanten.

 Eisvogel potenziert mit dem geplanten Auftritt die insgeheime Angstvorstellung von einer Armee von Architekten, die man nicht mehr überblicken kann und uniform agieren. Gleichzeitig macht Eisvogel das auch wieder zunichte, denn sie fassen sich zu einer eigenen Gruppe zusammen. Und irgendwann ist es nicht mehr wichtig, wer, etwas macht. Auch für Eisvogel? Selbst sehen sie ihre Formation noch als Experiment, mit allen Risiken und Vorteilen – wobei letzteres momentan überwiegt. Sie sind die blutjunge Generation, die sich aus einem „führerlosen“ TU-Universitätsschiff gegründet und zusammengefunden hat Ihre Ausbildung, Wettbewerbe und schließlich Projekte nehmen sie selbst in Hand. Es ist die soziale Komponente, die sich auch in ihrem Namen zeigt, denn die Eisvogelgasse, das Nest, ist der Kommunikationsdrehpunkt, der Treffpunkt und die persönlich wichtige gemeinsame Plattform.

Eisvogel sind ein funktionierendes Netzwerk, die sie individuell nach persönlichen Vorlieben und Eigenarten nützen: Auslandsaufenthalte, Doktorarbeiten, Wettbewerbe und Projekte, jeder darf seine Biografie bestimmen. Aber egal wohin sie ausschwärmen, sie kommen zurück und werden mehr. Eisvogel sind so jung, dass alles offen und möglich ist. Sie können noch flexibel reagieren, sind noch auf der Suche und reflektieren sich noch nicht selbst. Erfrischend auch ihre eigeninitiativen Veranstaltungen („Wer plant die Stadt“) oder Feste. Doch auch die Projekte können sich sehen lassen – zb am 22. April bei architektur in progress.  

 

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