Alexander NiekeAlexander Nieke
Andreas HeizenederAndreas Heizeneder
Arnold PastlArnold Pastl
Gerd ZehetnerGerd Zehetner

 

archiguards

Weil es einer der tollsten Berufe der Welt ist! Die Schonzeit für ArchitektInnen ist vorbei und nach dem langen Sommer ohne Ausstellungseröffnungen und Vorträgen startet auch „architekur in progress“ wieder seine Vortragsreihe. Am 14. Oktober wird sich bei Bene die Architektengruppe „archiguards“ vorstellen, bestehend aus Linzer Architekten und eine Architektin mit Bürositz in Wien.

Durchstreift man via Internet ihre Projekte, fällt als erstes ein originelles Marketingprodukt auf: Ein Booklet über Architektur für Kinder. Mit dem kleinen Buch führen sie nicht nur mittels einem Glossar in die Begriffe der Architektur ein, sie stellen sich auch persönlich vor, ihre Eigenheiten und Motivationen, ihre Sichtweisen und Besonderheiten – und „Warum sie Architekten sein wollen?“:„Weil es einer der tollsten Berufe der Welt ist! Aus einer ganz kleinen Idee können ganz große Gebäude werden. Aus einer ganz großen Idee vielleicht ein neuer Sessel. Und jemandem wird damit geholfen. Das ist schön. Wenn es sonst noch Fragen gibt, dann werden wir diese in dem Buch gerne beantworten.“ Und diese Fragen erwarten sie auch von den Bauherrn selbst.

„Berührungsängste“ abbauen, lautet das Motiv für dieses einmalige Portfolio, dass es übrigens auch in Erwachsenensprache übersetzt, gibt. So scheuen sie auch nicht davor zurück, Menschen, die auf sie zukommen weiterzuvermitteln - auch auf die Gefahr hin, sie nie wieder zu sehen. „Doch das kommt meistens nicht vor“, meint Gerd Zehetner von „archiguards“, „weil die Leute das schätzen und gleich eine Vertrauensbasis erreicht wird.“ Und diese Vertrauensbasis ist den Architekten sehr wichtig, um gemeinsam eine Inspiration für die Projekte zu bekommen, die immer auf die Persönlichkeit des Bauherrn aufgebaut ist. Schon der Name wurde so gewählt, weil sie sich „gedacht haben, dass sie immer helfen wollen, wenn wo ein Problem ist, und so wie die Helfer in „baywatch“ lifeguards heißen, also Lebensretter, so heißen wir eben „archiguards“, eben für Architektur. Nur haben wir keine so tollen roten Badehosen, dafür aber ganz gute Mützen, die wir nur tragen, wenn uns keiner sieht.“ Sichtbar werden dagegen in jedem Projekt, die Prozesse aus den beteiligten Persönlichkeiten, Architekten, Bauherrn, Handwerker: Alle drei erarbeiten ein Projekt und bestimmen seine Geschichte und das Ergebnis. Auf die Frage, ob sie sich eher als Baukünstler oder Dienstleister sehen, kam die spontane Antwort: „Menschenkünstler“.

Als Architekten sind sie fast „Sonnenanbeter“, den das Thema Licht wird bei allen Bauten ausführlich inszeniert. Gerade bei künstlichem Licht wird besonders auf verschiedene Stimmungen eingegangen und so kommen fast immer BUS-Systeme zum Einsatz, die übrigens dann gerne von den Kindern der Bauherrn bedient werden. Das Atmosphärische ihrer Bauten betrifft sicher auch die Akustik, die Materialwahl und auch der Geruchssinn wird nicht vernachlässigt. Als selbst Schreibender und die Architekturszene verfolgender, sieht Gerd Zehetner, „archiguards“ in der Nähe von Jean Nouvel, dessen Originalität er bewundert, oder Domenique Perraut, der immer neue Materialien ausprobiert. An erster Stelle steht ein gewisses Augenzwinkern, eben den kindlichen, spontanen und offenen Zugang zur Architektur nicht zu vergessen und nicht unbedingt eine rein persönliche Signatur zu verewigen. Bei ihrem Vortag werden sie versuchen, genau dieses Stimmungsbild auch zu vermitteln.

archiguards projects® Kolschitzkyg. 15/I, 1040 Wien, 01 5037854 office@archiguards.at Andreas Heizeneder *1973, Studium TU Wien, Ausstellungsbeteiligung „urban compression“ Planungswerkstadt 1996 1995 Gründung v. archiguards m. Zehetner Alexander Nieke *1972, Studium TU Wien, Realisierung Wohnhäuser OÖ, st. 1998 bei archiguards Arnold Pastl *1970, Studium TU Wien, Eternitwettbewerb 1997 Anerkennungspreis Österr. Stahlbaupreis 1999 1. Platz, st. 1998 bei archiguards Gerd Zehetner * 1972, Diplom TU Wien 1998, st. 1997 freier Journalist f. „Der Standard“ 1999 Workshopleiter „programm.b. Arch.“, Architekturfakultät Trujillo, Peru Projekte - Auszug: Eternit Revitalisierung Werksgelände, Wettbewerb 1995, 1. Preis Wohnungsumbau Z., Wien, 1997 Schwimmbad H., Linz, 1997 Haus B., Hinterbrühl, 1999 Weinkeller L., Stammersdorf, 1998 Büro O., Wien, 1998 Büro W&H., Wien, 1997 Dachgeschoßwohnung W., Wien, 1999 Wohnung A., Wien, 1999 Galerie P., Wien, 1999

Andi: Der Andi ist der längste im Büro. So sieht er alles von oben und hat den Überblick. Und er hat das größte Herz. Darum will auch niemand mit ihm streiten. Vielleicht ist das aber auch so, weil er selbst schon eine kleine Tochter hat, und da weiß er natürlich viel besser, was wirklich wichtig ist im Leben. Mira, so heißt sie, zeigt ihm das täglich.

Alex: Er ist der sportlichste von uns, und wenn der Wind bläst, steht er schon auf dem Surfbrett. Aber er kann auch einen ganzen Marathon laufen, und das zeigt schon eine seiner Stärken: Sein Durchhaltevermögen. Das kombiniert er dann noch mit Genauigkeit. Vielleicht hat er das von seinem Vater, denn der baut auch Häuser. Und sein Bruder will auch Architekt werden.

Arnold: Das ist Arnold. Er liebt alte Autos. Sein Auto ist sogar älter als er selbst. Da er sich so gut mit Technik und Elektronik auskennt, kann er auch am besten unsere Computer im Büro betreuen. Und wenn neben all dem Wichtigen im Büro noch Zeit ist, bastelt er gerne Modelle, die er gerne aus Eisen, Beton oder Stein macht.

Gerd: Gerd ist derjenige von uns, der am besten schreiben und mit Worten umgehen kann. Drum schreibt er auch ab und zu für eine Tageszeitung. Ganz viele Leute können diese Artikel dann lesen und sind begeistert davon. Zum Schreiben braucht er genauso viel Kreativität wie zum Zeichnen und Malen. Er kann nämlich auch große, ganz bunte Bilder malen. Und ich glaube, mit diesen Bildern will er Geschichten erzählen, die selbst er nicht in Worte fassen könnte.

Inge: Inge ist erst später zu archiguards gekommen und außerdem ist sie ein Mädchen. Daher muss sie besonders stark sein und das ist sie auch, weil erstens hat sie die Handwerker im Griff und zweitens sind die anderen archiguards nur Jungs. Im Büro arbeitet sie viel mit Andi zusammen. Sie hilft den Menschen die richtigen Möbel und Lampen zu finden. Außerdem schimpft sie mit uns, wenn wir zuviel streiten. Und wenn sie eine Farbe für etwas, zum Beispiel eine Wand, aussucht, dann überlegt sie oft recht lange. Aber genau das ist ganz wichtig – sich Zeit zu lassen für wichtige Entscheidungen.  

 

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